Die Lesung aus "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von Henning Mankell war sehr gut
besucht, was uns insbesondere deswegen gefreut hat, weil die Auseinandersetzung mit dem
Thema "Aids, Afrika" einen sehr großen Anklang gefunden hat. Die Vortragenden vom Jungen
Theater (Agnes Giese, Daniela Urban und Peter Hilton Fliegel) haben das bewegende Thema
mit großer Feinfühligkeit vorgetragen. Es gab viel und anhaltenden Beifall.
Der Versuch Sensibilisierung für ein derartiges soziales Thema über kulturelle Aktivitäten
zu erreichen, ist anscheinend gelungen. Es ist deswegen geplant im KIM am 7. November eine
Vortragsreihe über das Simbabwe-Netzwerkprojekt zu veranstalten.
Im Vorfeld der Lesung gab es eine wunderschöne Begebenheit: Daniela Urban, die für die
Theaterpädagogik und die "Minis", die 5 bis 11 Jährigen im Jungen Theater zuständig ist,
war bei den Proben zu dem Stück "Emil und die Detektive" mußte diese aber vorzeitig verlassen,
weil sie selber zur Probe für die Mankell Lesung mußte. Neugierig wie die "Minis" sind,
fragten sie Frau Urban was das für eine Lesung sei. Frau Urban erklärte ihnen, daß es um
die Kinder aidskarnker Eltern ginge und die "Memory Books", die diese für ihre Kinder
verfassen. Als sie erfuhren, daß der Eintritt für diese "Memory Books" gespendet wird,
wollten die Kinder, daß die Einnahmen einer ihrer Vorstellungen (Emil und die Detektive)
auch gespendet wird. Dem Wunsch der Kinder wurde entsprochen. Die Vorstellung war ausverkauft!!
Für mich ist dies ein Zeichen von Menschlichkeit. Es ist schön und wichtig , diese weiter in
den Kinderherzen zu halten und zu entwickeln. Die Theaterpädagogik des Jungen Theaters ist hier
ein guter Weg.
Wolfgang Eggerichs Tel. 0551/50673-15, e-mail: w.eggerichs@neue-arbeit-brockensammlung.de
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Frau Begander vom Aktionsbündnis gegen Aids |
Peter Hilton Fliegel, Agnes Giese |
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